Thanksgiving und Jugendherbergen

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Noch in derselben Woche wie der Stipendienauswahltag fand das Thanksgiving-Dinner der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Bergisch Land statt. Hierzu wurden ich und zwei weitere Stipendiumsbewerber (die ich beide schon vom Stipendienauswahltag kannte) aus dem Bergischen Land, sowie auch unsere Familien eingeladen. Nach diesem Treffen und dem unglaublich tollen Essen freue ich mich umso mehr auf jede zukünftige Thanksgiving-Feier (natürlich vor allem die in den USA mit meiner Gastfamilie) und auf die kommenden Treffen der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Bergisch Land (kurz DAGBL).

 

Nun, inzwischen ist der Brief von AYUSA, in dem steht ob ich ein Stipendium erhalten würde oder nicht lange da und ich weiß, dass ich zwar im eigentlichen Sinn keines bekommen habe von der DAGBL allerdings einen kleinen, wenn auch ungemein großzügigen Beitrag zu meinem Auslandsjahr zugesichert bekam. Dieser Beitrag wird verdoppelt, da AYUSA denselben Betrag dazugibt und mir somit zwar nicht das gesamte Auslandsjahr finanziert, jedoch einen großen Beitrag zur Finanzierung beiträgt. Eine Tatsache für die ich mich gerne noch einmal bei allen Angehörigen der DAGBL und allen Mitarbeitern von AYUSA bedanken möchte!

 

Auch hierauf folgte eine kleinere Pause. Das neue Jahr begann und ich meldete mich für das Vorbereitungswochenende in Köln an. Wir beantragten einen Reisepass für mich und holten ihn ab.

 

Dann kam das Vorbereitungswochenende und obwohl wir die erste Zeit nur stumm rumstanden oder –saßen, da die Kontaktaufnahme anscheinend für niemanden (der in irgendeiner Weise in meiner Nähe stand) besonders einfach zu sein schien, wurden mit der ersten Gruppenarbeit und spätestens in der Mittagspause nette Bekanntschaften gemacht. Die Tagesordnung bestand aus mehreren Blöcken unterschiedlicher Aktivitäten wie z.B. Reiseberichten lauschen oder Benimmregeln für das jeweilige Gastland anhören. Das mag jetzt alles öde klingen, war tatsächlich aber ziemlich interessant. Das andauernde Zuhören und sitzen war jedoch trotzdem ungemein anstrengend und nach der Zimmereinteilung und dem Zimmernachbar-Kennenlernen – und dem Abendprogramm; was wie ich zugeben muss nun wirklich überhaupt nicht mein Fall war, das mit der richtigen Gesellschaft (ne Julia?) und genug Keksen allerdings doch erträglich und irgendwie auch lustig war- war es nicht sonderlich kompliziert sofort einzuschlafen (auch weil die typische Jugendherbergsbettwäsche einen  so angenehm erdrückt, dass man keine andere Wahl hat als sofort einzuschlafen). Das Aufwachen am nächsten Tag stellte sich als schwieriger heraus. Auch danach gab es wieder eine lange Reihe an Sitz- und Denkaktionen, die uns bei unserem Auslandsjahr wahrscheinlich sehr zugute kommen werden. Gegen Mittag trafen die Eltern ein und hörten sich so ziemlich genau das Gleiche wie vorher wir an.

Um 16 Uhr war dann Schluss. Und obwohl es uns glücklich stimmte nicht mehr so viel rumsitzen zu müssen (abgesehen von der Nachhausefahrt) waren wir doch alle ziemlich traurig, dass sich unsere Wege, die doch alle ziemlich ähnlich aussehen würden, nun trennten. Allerdings bezweifle ich, dass wir die Einzige WhatsApp-Gruppe mit anderen von dem Treffen sind.

 

Jetzt wartete ich nur noch auf die Dokumente von AYUSA mit denen ich endlich mein Visum würde beantragen können.

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